heimatliche Geburtstagsgrüße an den Kuchenbäcker

Meine Lieben,

2 Fakten über mich, sollten dem geneigten Leser bereits bekannt sein:

  1. Ich habe eine innige Verbindung zu meiner alten Heimat im Ruhrgebiet.
  2. Ich backe unheimlich gerne Geburtstagskuchen

Wie ich darauf jetzt komme? Ganz einfach:

Am 30. April fand in Hamburg der Food Blog Day statt. Dabei durfte ich natürlich nicht fehlen. Ich versprach mir davon, einige andere Blogger kennen zulernen, bei verschiedensten Workshops viel Wissen zu ergattern und einen Tag voller Spaß zu verleben. Ich wurde nicht enttäuscht, das kann ich Euch sagen.  Insbesondere die Bloggerkollegen machten diesen Tag einzigartig. Einer dieser Kollegen ist Tobi, besser bekannt als „Der Kuchenbäcker“. Wir trafen uns bei einem Workshop, kamen ins Gespräch und siehe da, der Mann ist nicht nur kuchentechnisch sehr talentiert, sondern auch noch wahnsinnig nett und, ganz nebenbei bemerkt, ein Exil-Kohlenkind so wie ich. Der Workshop war bald Nebensache und stattdessen wurden in der hintersten Ecke Kaffeklatsch-Anekdoten ausgetauscht. Von „Ommas Zitronenkuchen“ über Tiefkühltorten („Hömma! Sowat käm‘ bei mir niech auf’m Tiesch“) bis zu Kulturschocks im Schlosshotel war alles dabei.

Und da Tobi gerade Geburtstag feiert und dazu aufgerufen hat etwas zu seiner Kaffeetafel beizutragen, habe ich mich in die Küche gestellt und eine Torte gezaubert, die so ur-niederrheinisch ist, wie die Meerbecker Kolonie und die Römerstadt in Xanten:

Die Grillaschtorte

Und Freunde, das ist nicht einfach nur irgendeine Sahnetorte, sondern eine Eistorte. Jawoll!

Eigentlich wollte ich das Rezept etwas aufpeppen und aus der Torte kleine feine Törtchen machen. Aber Bettina überzeugte mich von Gegenteil: „Eine Grillaschtorte is nur ne Grillaschtorte, wenn du ein ordentliches Stück davon abschneiden kannst!“ sagte sie. Und da Bettina immer Recht hat (das ist so ein „Mutter-Ding“) wurden alle Etepetete-Pläne über den Haufen geworfen. Es bleibt also, bei der guten alten Grillaschtorte.

DSC_0357

Und so geht’s

4 Eiweiß

300 Gramm Zucker

200 Gramm gemahlene Haselnüsse

30 Gramm Mehl

800 ML Sahne

150 Gramm Schokoraspel

50 Gramm Baiser

 

Den Ofen auf 130°C vorheizen.

Die 4 Eiweiß sehr steif schlagen. 200 Gramm des Zuckers zum Schluss nach und nach hineinrieseln lassen. Anschließend das Mehl mit 100 Gramm gemahlenen Haselnüssen mischen und locker unter den Eischnee ziehen.

Nun die Masse halbieren und jede Hälfte mit einem Tortenring (26 cm Durchmesser) auf ein Backpapier zu je einem Kreis ausstreichen. Jeden dieser Böden für 15-20 Minuten backen. Nach dem Backen nur etwas abkühlen lassen und noch warm Stürzen und vorsichtig das Backpapier abziehen.

DSC_0375

Während die Böden Backen die restlichen 100 Gramm Zucker in einer Pfanne schmelzen. Dann die übrigen gemahlenen Haselnüsse (100 Gramm) hineinrühren, noch ca eine Minute bei ständigem Rühren Farbe nehmen lassen und anschließend auf ein Backpapier geben. Eine einen zweiten Bogen Backpapier obendrauf und dann mit einem Nudelholz platt rollen. Nun nur noch abkühlen lassen.

Nun die Sahne schlagen und die Schokoraspel hineingeben. Wer mag kann hier nun noch etwas Rum hinzufügen.

Nun wird gestapelt. Als Erstes einen der beiden Böden auf eine Platte legen (Achtung, diese Platte wird später in den Gefrierschrank gestellt) und mit einem Drittel der Sahne besteichen. Nun die Baiser nehmen und auf die Sahne krümeln. Anschließend folgt eine weitere Schicht Sahne, gefolgt von dem zweiten Boden und wieder Sahne.

Nun wird alles für mindestens 4 Stunden eingefroren. Besser noch über Nacht. Ca 30-45 Minuten vor dem Verzehr aus dem Eisfach nehmen.

DSC_0367

Das Haselnusskrokant in Stücke brechen und die Torte hiermit Dekorieren. Wer noch Baisertropfen übrig hat, kann auch diese noch zum Dekorieren nehmen.

Und dann heißt es: Ran an die Kaffeetafel und rein mit der Torte.

Ich habe hier und heute mit Euch die „schnelle“ Grillaschtorte geteilt. Wer es ganz und gar authentisch haben will, muss noch viel mehr Zeit einplanen. Die echte krefelder Grillasch wird nämlich mit reinen Baiserböden gemacht, die 6-9 Stunden bei niedriger Temperatur im Ofen trocknen müssen. Im Rheinland kann man hier eine kleine Abkürzung nehmen: gut sortierte Konditoreien im Rheinland verkaufen nämlich Baiserböden. In Hamburg habe ich so etwas noch nie gesehen.

DSC_0360

Lieber Tobi, mit dieser Hommage an das Ruhrgebiet sende ich Dir herzliche Geburtstagsgrüße aus dem hohen Norden! Auf bald!

Kristina

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Sweet & other Spices

Lifestyle. Food. Health.

Entmuttert

Verlassene Mütter- Sorge-Recht?-Entzug

Cooking is love

Kulinarischer Blog

Knusperstübchen

Foodblog – mit Liebe zum Genuss.

Emma's Lieblingsstücke

cake / food / DIY and more

Topfueber

Essen - Abnehmen - Mamasein - Leben

wattndas

leckeres, verrücktes, durcheinanderes, wildes, neuesundaltes, kreatives.

%d Bloggern gefällt das: