Mitgebracht aus Polen: Pierogi Ruskie

Ihr Lieben,

seid ihr schon mal mit einer gepackten Reisetasche in ein Auto gestiegen und wusstet nicht wohin die Reise gehen würde? Nein? Das solltet Ihr aber mal machen. Wenn Ihr Glück habt, erlebt Ihr dann ein ganz wunderbares Wochenende, so wie ich vor 2 Wochen.

Freitags wurde ich abgeholt und hatte nur eine leise Ahnung, wo es hingehen würde. 4 Stunden, eine Pipipause und eine fröhliche Runde „Lustiges Liederraten“, später war ich bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften 18°C in Stettin angekommen. Oh wie war das herrlich! Stettin ist eine wirklich hübsche kleine Stadt, die sich für einen Wochenendtrip wunderbar eignet. Wir bezogen ein kleines Appartement direkt im Zentrum der Stadt, von wo aus wir alle Sehenswürdigkeiten Stettins zu Fuß erreichen konnten. Wir besuchten das Stettiner Schloss, aßen Käsekuchen auf der Terrasse des „Columbus“ an der Hakenterrasse, shoppten in der Galeria Kaskada, entspannten am Ufer der Oder und aßen ein leckeres, hübsch angerichtetes Frühstück im Cukierna Sowa. Ohnehin kann man wohl sagen, dass in Stettin, vielleicht sogar in ganz Polen, sehr viel Wert auf die Optik des Essens gelegt wird.

Mein Lieblingsplatz in Stettin war jedoch die „Basilika St. Johannes der Täufer“. Eine wunderschöne neugotische Kirche, deren tiefblaue Decke von hunderten Sternen geziert wird. Da man in einer solchen Umgebung keine Fotos macht, insbesondere nicht, wenn hinter einem fleißig gebeichtet wird, kann ich Euch nur empfehlen, die Basilika selber zu besuchen und die Stimmung selber zu erleben.

Als Foodie bin ich natürlich auch immer sehr daran interessiert, die lokalen Speisen zu probieren. Da ich noch nie zuvor Polen besucht hatte, war ich auf die lokale Küche besonders gespannt. Am ersten Abend besuchten wir daher das Karczama Polska Pod Kogutem. Der Kellner empfahl die polnischen Aufläufe, weshalb die Fleischesser unter uns diese bestellten. Es gab herrliche Rouladen mit Röstkartoffeln, Rotkohl und einem Salat aus Gewürzgurken, sowie die „Stettiner Rauferei“ bestehend aus Rinder- und Schweinefleisch mit Sauerkraut und Gerste. Als vegetarische Alternative boten sich Piroggen an. Leider waren wir alle von den Piroggen nicht besonders überzeugt. Lag vielleicht daran, dass wir die Variante mit Sauerkraut-Pilz-Füllung hatten. Irgendwie hatten wir uns von Piroggen alle mehr versprochen und ich war von den Teigtaschen wirklich enttäuscht, hatte ich von vielen polnischen Freunden doch schon so viel Gutes über die polnische Traditionsspeise gehört. Insbesondere war auch die Optik der hier servierten Piroggen nicht besonders ansprechend.

Wieder zu Hause angekommen hatte ich mir auf die Fahne geschrieben, das Ansehen der Piroggen wieder zu retten und recherchierte. Bald fand ich raus, dass Piroggen klassisch mit Kartoffeln und Schichtkäse gefüllt werden. Aha… das klingt gut, das probiere ich aus. Und wie das geht, erfahrt Ihr jetzt:

Pierogi Ruskie:

Grundrezept für den Teig

2 Eier

100 Ml Milch

50 Ml. Sonnenblumenöl

1-2 TL Salz (nach Geschmack, ich habe 2 genommen)

400 Gramm Mehl

 

Für die Füllung:

250 Gramm Schichtkäse

2 große Kartoffeln (ca. 280 Gramm)

2 Eigelb

Salz und Pfeffer

 

Außerdem:

2 Zwiebeln

1-2 EL Schmalz

Für den Teig die Eier mit der Milch und dem ÖL verrühren. Salz hinzufügen.

Nun das Mehl sieben und nach und nach unter die Masse rühren. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten, den Teig in eine Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank ruhen lassen, bis die Füllung zubereitet ist.

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Hierfür die Kartoffeln gar kochen, noch heiß pellen und dann sofort die Kartoffeln zusammen mit dem Schichtkäse durch eine Kartoffelpresse drücken. Nun die Masse gut vermengen und etwas abkühlen lassen, bevor die Eigelbe hineinkommen. Nun noch mit Salz und Pfeffer würzen. Fertig.

Den Teig nun aus dem Kühlschrank holen, ausrollen und mit einem Glas oder Dessertring Kreise ausstechen. Diese habe ich dann noch ein weiteres Mal ausgerollt um möglichst dünne Kreise zu bekommen. Nun ein Wenig von der Füllung auf die Teigkreise geben, in der Mitte falten und die Ränder zusammendrücken. Ich habe die Kanten noch einmal mit einer Gabel festgedrückt, damit sie besser halten.

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Wenn ihr so den gesamten Teig zu Piroggen-Rohlingen verarbeitet habt, bringt Ihr leicht gesalzenes Wasser in einem großen Topf zum kochen. Wenn das Wasser kocht, die Temperatur ein wenig herunter stellen und die Piroggen hineingeben. Wie bei den Gnocchi wartet Ihr nun, bis die Piroggen an die Oberfläche steigen, dann sind sie fertig und können mit einem Schaumlöffel herausgenommen werden.

Während die Piroggen so nach und nach garen, könnt Ihr die Zwiebel in dünne Streifen schneiden und in einer kleinen Pfanne das Schmalz erhitzen. Nun die Zwiebelstreifen bei schwacher Temperatur bräunen.

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Die gerösteten Zwiebeln dann noch auf die gegarten Piroggen geben – Fertig.

Und Schwupps, war das Ansehen der Piroggen gerettet. Es hat ganz köstlich geschmeckt und ich kann Euch nur empfehlen, diesen Piroggen eine Chance zu geben.

Kennt Ihr ein noch tolleres Piroggenrezept? Immer her damit! Ich könnte zum Piroggenfan werden!

Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende und habt Eure Mütter heute hochleben lassen. Oder vielleicht seid Ihr ja selber Mamas und habt euch heute feiern lassen 🙂

Bis zum nächsten Mal!

Eure Kristina

 

 

 

 

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ein Kommentar

  1. Ohhhh lecker
    xo & liebste Grüße 💙
    Sina von https://CasaSelvanegra.com

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