Pünktlich zum Herbst – Gefüllte Süßkartoffeln

Wann immer ich Zeit habe, gehe ich bei mir in der Nähe auf den Markt. Leider sind Märkte in der Regel nicht Arbeitszeit-kompatibel, weil meistens irgendwann zwischen 9:00 und 13:00. Da ich aber momentan in Teilzeit arbeite, habe ich dann und wann mal vormittags Zeit hinzugehen. Ich kaufe gerne auf dem Markt ein, da man kaum frischere Lebensmittel bekommen kann. Und außerdem kann man bei einem kleinen Klönschnack an den Ständen auch noch die eine oder andere Rezeptidee abstauben.

Und man entdeckt auch mal leckere neue Produkte, wie zum Beispiel der frische Joghurt vom Milchhof Reitbrook, der bei uns meistens innerhalb eines Tages weggenascht wird.

Nach meinem letzten Besuch auf dem Markt landeten neben viel Obst, Karotten und einem Hokkaido Kürbis auch noch drei riesige Süßkartoffeln in meinem Beutel. Süßkartoffeln sind ja, im wahrsten Sinne des Wortes, derzeit in aller Munde und ich wollte gerne meinen eignen – sehr beschränkten – Erfahrungsschatz anreichern.

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Ich habe zugegebenermaßen ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Süßkartoffeln. Das erste Mal begegneten mir die riesigen Knollen in den USA zu einem traditionellen Thanksgiving Dinner. Nach diesem Dinner hatte ich eine schlimme Magen-Darm Infektion und sämtliche Speisen des Dinners standen danach ganz oben auf der Liste meiner Lebensmittel-Abneigungen. Einfach weil es das letzte war, das ich vor der Krankheit gegessen habe. Allen voran Pumpkin Pie, den ich seitdem tatsächlich nie wieder gegessen habe und auch nicht plane ihn noch einmal zu essen.

Durch einen Ausflug zum Kochhaus, von dem ich Euch ja berichtete, habe ich mich Jahre später noch einmal an Süßkartoffeln getraut und mochte sie dieses Mal irre gerne.

Heute gab es nun also noch einmal Süßkartoffeln. Ich stand vor dem Problem, dass ich keine Ahnung hatte, was ich daraus machen wollte. Pommes und Chips finde ich irgendwie öde, also musste es etwas anderes sein. Nach einer kurzen Recherche und einigen eigenen Ideen kam dann ein leckeres Rezept für gefüllte Süßkartoffeln heraus. Dazu braucht Ihr folgendes:

3-4 Süßkartoffeln (je nach Größe)

Olivenöl

2 Kugeln Mozzarella

1 Bund Frühlingszwiebeln

2 Becher Schmand

125 Gramm Schinkenwürfel

Parmesan (nach Geschmack)

Salz und Pfeffer

Die Süßkartoffeln gut abwaschen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Einzeln mit Alufolie umwickeln und bei 220 Grad ca. 45 Minuten auf der untersten Schiene im Ofen garen. Hier kommt es natürlich besonders auf die Größe der Kartoffeln an. Bei mir lag dann noch eine halbe Knoblauchzehe mit auf der Kartoffel, für den kleinen Kick.

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Währenddessen die Schinkenwürfel ohne Fett in der Pfanne knusprig rösten, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe und den Mozzarella in kleine Würfel schneiden. Alle drei Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schmand mischen und mit Salz und Pfeffer würzen.

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Wenn die Kartoffeln gar sind, werden sie längs aufgeschnitten und mit der Schmandmischung gefüllt. Nun noch (nach Belieben) mit etwas Parmesan bestreuen und noch einmal für 5 Minuten im Ofen (obere Schiene) überbacken. Fertig!

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Ein leckeres, einfaches Gericht, das sich sehr gut als Beilage zu Fleisch macht. Und endlich mal etwas anderes als immer nur Süßkartoffelfritten. Und gegen die stänkere ich auch nur, weil ich davon überzeugt bin, dass mein heimischer Ofen die niemals knusprig bekommen würde (der schafft nämlich nicht mal normale TK Pommes). Bei meinem nächsten Ausflug in einen guten Burgerschuppen werde ich mich an den süßen Pommes auch mal versuchen.

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2 Kommentare

  1. Moooooment, beim Thema Pumpkin Pie muss ich entschieden wideraprechen! Den hast du nämlich lange nach deiner Magen-Darm-Erkrankung in den Staaten gegessen. Hier, bei mir. In meinem Wohnzimmer. An meinem Esstisch. 😉

    Süßkartoffeln kommen gleich auf Schatzis Einkaufsliste für morgen. Muss er auch mal zubereiten!

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    1. Mooooooooment… du hast zwar einen Kuchen gemacht, in dem Kürbis war, aber das war definitiv kein Pumpkin Pie. Ich redete vom klassischen amerikanischen Pumpkin Pie.

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