Wenn Du keine Eier hast – Saftige vegane Brownies

Wer kennt das nicht: Es ist Sonntag und plötzlich übermannt einen der Kuchenhunger. Voller Eifer springt man auf, entert die Küche und beginnt hastig die Zutaten für einen simplen, schnellen Kuchen zu suchen. Der Blick in die Kühl- und Vorratsschränke lässt die Hoffnung dann sehr schnell schwinden, denn die dringend benötigten Eier sind beim Sonntagsfrühstück drauf gegangen und der kümmerliche Rest Milch wird gerade und eben noch für den Kaffe am Montagmorgen reichen.

Normalerweise würde ich, wäre ich von diesen Tatsachen betroffen, nun die Segel streichen. Auf Milch kann man bestimmt verzichten, aber Kuchen ohne Eier?

Gute beraten ist da, wer sich mit der veganen Küche auseinandersetzt, denn dort bekommt ihr viele Ideen, Tipps und Tricks wenn es darum geht, tierische Produkte zu ersetzen. Es lohnt sich also wirklich, veganes Backwerk auszuprobieren.

Nun habe ich das außerordentliche Glück, dass sich eine Arbeitskollegen meines Freundes für die vegane Lebensweise entschieden hat und den Kollegenkreis ab und zu mit Selbstgebackenem versorgt. Und so kommt es dann auch mal vor, dass der Liebste nach Hause kommt, von einem „irre leckeren Brownie“ schwärmt und sogar so weit mitgedacht hat, dass er auch gleich das Rezept besorgt hat… mein Liebster kennt mich eben.

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Also her mit dem Rezept* und rein in die Küche.

Zutaten:

1 kleine Knolle Rote Bete

150 Gramm Margarine

35 Gramm Kakaopulver

200 Gramm Zucker ( je nach Geschmack brauner oder weißer)

150 Gramm Mehl

½ TL Backpulver

1 TL Vanillezucker

Temperatur: 200 °C (Vorheizen nicht vergessen)

Backzeit: 20-25 Minuten

Rote Bete im Kuchen??? Geht das? Ja, das geht und ist für vegan lebende Schleckermäulchen mit Sicherheit kein neu-erfundenes Rad. Ebenso kann ein Ei übrigens auch durch 2 EL Apfelmus oder eine halbe Banane ersetzt werden. Profis nehmen Sojamehl (1 EL Sojamehl + 2 EL Wasser = 1 Ei) und ganz abenteuerlustige Gesellen behelfen sich mit 2 EL Essig pro Ei. Letzterer Tipp klingt für mich so verrückt, dass ich es zeitnah ausprobieren werde. Nun aber zum Brownie zurück:

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Hamburger Deern – Hamburger Kakao

Zunächst wird die Rote Bete geschält, weichgekocht und anschließend püriert. Die ersten beiden Arbeitsschritte kann man sich natürlich ersparen, wenn man die Knolle bereits zubereitet kauft z.B. aus dem Glas oder eingeschweißt (Gemüsetheke). Dabei müsst Ihr nur genau darauf achten, dass Ihr nicht versehentlich Rote Bete greift, die mit Essig angemacht ist. Ich habe mich für die gekaufte Variante entschieden, daher kann ich euch leider nicht sagen, wie lange es dauern wird, die Rote Bete zu kochen. Das Originalrezept war diesbezüglich leider auch keine Hilfe. Aber ihr bekommt das schon hin .

Tipp: Vorsicht mir der Roten Bete, denn diese färbt ordentlich ab. Nicht umsonst wird Rote Bete sogar zum Einfärben von Textilien verwendet. Ich empfehle daher äußerste Vorsicht, ein Paar lebensmittelechte Handschuhe und eine gute Schürze.

Nun wird die Margarine in einem Topf erhitzt und dann das Kakaopulver mit einem Schneebesen hinein gerührt. Kakao-Margarine-Mischung zum Abkühlen zur Seite stellen.

Als nächstes werden die trockenen Zutaten in eine große Schüssel gegeben und anschließend mit dem Margarine-Gemisch vermengt. Dabei könnt Ihr euch das Handrührgerät sparen, denn es funktioniert sehr gut mit einem schnöden Kochlöffel.

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Anschließend wird die Rote Bete unter gehoben; dadurch erhält der Teig eine cremige Konsistenz.

Nun wird eine Auflaufform mit einem Bogen Backpapier ausgelegt, der Teig hineingefüllt und für ca. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene gebacken.

Achtung: Mein Backofen ist eher einer von der schnellen Truppe, dennoch hat es bei mir gute 25 gedauert. Die Stäbchenprobe hat also auch hier höchste Bedeutung.

Und wie schmecken die Brownies nun? Lecker!

Außen knusprig, innen saftig. Genau so, wie sie sein sollten. Obwohl “nur“ Kakaopulver enthalten ist, sind sie äußerst schokoladig und schmackhaft.

Und keine Sorge, der Geschmack der Roten Bete spielt sich hier nur ganz dezent im Hintergrund ab. Wenn man nicht weiß, was drin ist, würde man gar nicht auf Rote Bete kommen.

Von mir gibt es also zwei Daumen nach oben, für diesen leckeren Sonntagskuchen-Retter.

Habt Ihr auch tolle vegane oder allergikerfreundliche Rezepte? Lasst es mich wissen, gerne probiere ich auch Eure Tipps und Tricks aus.

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*Ich möchte Anmerken, dass ich ausdrücklich NICHT die Urheberin dieses Rezepts bin. Leider ist mir die ursprüngliche Quelle nicht bekannt.

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