Damit Du nicht zur Diva wirst: Schoko-Erdnuss-Karamell Kuchen

Wenn ich an Rührkuchen denke, denke ich ans Wochenende. Ich kann nicht zählen, wie oft während meiner Kindheit und Jugend am Wochenende der Ofen angeworfen und spontan ein Rührkuchen gebacken wurde. Meistens war es ein heller Sandkuchen mit Schokoladenplättchen oder ein Marmorkuchen. Irgendwann kam dann die hauseigene Kreation „Eierlikör-Sandkuchen mit Mandelsplittern und Schokoglasur“ dazu und manchmal wurde es ein Schokoladenkuchen; schlicht und ergreifend.

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Bei uns wurde also auch außerhalb von Kindergeburtstagen und Kaffeklatsch-Einladungen gebacken. Einfach nur so, weil Kuchen lecker ist (Mein Beweggrund) und weil das Haus dann so wunderbar riecht (Mamis Beweggrund).

So ist das eben mit den Erinnerungen. Ebenso werde ich bei Frankfurter Kranz mein Leben lang, an meine Omi denken, bei Kirschkuchen an meine Oma, bei Bullebäuskes an meine Uroma und bei Tiefkühltorte an meine Großtante. Und wer jetzt wissen möchte, was Bullebäuskes sind, der muss sich noch ein wenig gedulden, denn eines schönen Tages, werde ich auch diese fettig-süße Leckerei an dieser Stelle noch verbloggen.

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Nun aber zurück zu meinem Wochenend-Backvergnügen:

Ich besitze keine Guglhupf-Form (es ist völlig angemessen, wenn Ihr jetzt überrascht und leicht schockiert nach Luft schnappt), weshalb bei mir der klassische Marmor- oder Schokoplättchenkuchen nicht auf den Tisch kommt. Natürlich könnte man diese Kuchen auch in anderen Formen backen, aber in meiner Welt (nennt mich ruhig streng) kommen Marmorkuchen nun mal in Guglhupfform daher und sonst nix.

Und wenn ich schon keinen Klassiker backen darf kann, raste ich am Ofen schnell mal komplett aus und entscheide, dass ein einfacher Schokoladenkuchen noch lange nicht genug ist.

Pimp my Schokokuchen lautet die Devise.

Los ging es mit folgendem Grundrezept für einen Schokoladen-Rührkuchen.

150 Gramm Butter

120 Gramm Zucker

1 Tütchen Vanillezucker

3 Eier

250 Gramm Mehl

2 TL Backpulver

100 Gramm bittere Schokolade

3 EL Amaretto

Ofen auf 180-190 Grad Vorheizen (Ober-/Unterhitze)

Butter, Vanillezucker  und Zucker schaumig rühren und dann nach und nach die Eier hinzufügen. Ich spare mir übrigens meistens den extra Vanillezucker, da in meinem Zucker ohnehin ständig eine Vanilleschote schlummert, weshalb bei mir Zucker immer einen leichten Vanillegeschmack hat. Nun das Mehl mit dem Backpulver mischen und nach und nach unter die Ei-Masse rühren.

Schokolade im Wasserbad schmelzen und zu dem Teig geben. Wer mag kann nun Amaretto hinzufügen (alternativ macht sich auch Rum sehr gut im Schokoladenkuchen). Der Teig könnte nun noch ein wenige zäh sein. Sollte dem so sein, kann man ein kleines Bisschen Milch ginzufügen. Ich empfehle dies Esslöffelweise zu tun, damit der Teig dann nicht zu flüssig wird. Alles noch einmal kräftig mischen.

Nun bespannt Ihr den Boden einer Springform mit Backpapier und füllt den Teig ein.  Ab damit in den Ofen für 30-35 Minuten (Stäbchenprobe). Wenn der Kuchen gar ist, aus dem Ofen nehmen und zum abkühlen auf ein Kuchengitter stellen.

Während der Kuchen in Ruhe abkühlt, könnt Ihr Euch an den zweiten Teil des Vergnügens machen.

Das Topping

Dazu braucht Ihr:

Ca 100 Gramm Zucker

150 Ml. Sahne

Eine Tasse Erdnüsse

100 Gramm Vollmilchschokolade

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Zuerst habe ich die Erdüsse gepult. Eine durchaus meditative Angelegenheit, die einem ein wenig Zeit zum Philosophieren schenkt.

Danach habe ich die Nüsse in einer beschichteten Pfanne kürz angeröstet und dann in einer Schüssel beiseite gestellt.

Anschließend habe ich den Zucker in der Pfanne karamellisieren lassen und währenddessen die Sahne in einem Topf erwärmt. Das hat den Grund, dass die Sahne später in den geschmolzenen Zucker gegeben wird. Ist die Sahne kalt, kristallisiert der Zucker und wird hart. Die Klumpen wieder zu schmelzen, ohne die Sahne anzubrennen ist ein Geduldsspiel, das man sich durch vorheriges Erwärmen der Sahne sparen kann.

Nun habt ihr ein wunderbares, heißes (SEHR heißes), flüssiges Sahnekaramell. Dies wird nun mit den Erdnüssen vereint und dann Löffelweise auf den abgekühlten Kuchen gegeben.

Während die Karamellschicht ein wenig abkühlen durfte, habe ich die Milchschokolade im Wasserbad geschmolzen und ebenfalls mit Hilfe eines Löffels auf dem Kuchen verteilt.

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Fertig.

Ihr habt sicher gemerkt, dass ich mit der Mischung Erdnuss, Karamell und Schokolade nicht das Rad neu erfunden habe. Es erinnert sehr an einen uns allen bekannten Schokoladenriegel. Diese Ähnlichkeit ist natürlich erwünscht.

Lasst es Euch schmecken, Freunde!

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ein Kommentar

  1. […] Ihr bestimmt schon herausgelesen habt, backe ich unheimlich gerne. Kuchen, Kekse, Brot, alles wandert bei mir in die […]

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