Pulled Pork – Sandwich

Ich liebe die USA und leider auch die amerikanische Küche, wobei ich mir sehr wohl bewusst bin, dass wir ganz bestimmt nicht von kulinarischen Hochgenüssen sprechen, oder vielleicht doch? Das ist ja wie immer Ansichtssache. Die amerikanische Alltagsküche ist nun mal sehr fleischlastig, fettig und süß, aber was ist gegen einen saftigen Burger oder ein paar süße Pancakes einzuwenden, wenn man sie ab und zu genießt? Gar nichts!

Meine Freundin Nicola hatte sich zu einem Videowochenende einquartiert und so machten wir es uns von Freitag bis Sonntag vor dem Fernseher gemütlich und schauten nicht irgendwelche Videos, sondern „Dallas“. Wenn jetzt irgendjemand denkt, wir ticken nicht richtig, hat er vollkommen Recht.

In dieser Serie findet alljährlich ein Barbecue statt und wir machten mit. Ich entschied mich für ein Pulled Pork, was ich zubereiten wollte um es dann als Sandwich zu servieren.

Da ich zum einen keinen Smoker besitze und es zum anderen das Wetter gar nicht hergegeben hätte einen Grill zu benutzen, entschied ich mich für ein Pulled Pork aus dem Backofen.

Wie so oft fand ich ein Rezept bei Chefkoch und ich nehme es sehr gerne vorweg, es war köstlich.

Hier zunächst die Zutaten:

2,5 kg Schweinenacken, nicht ausgelöst

250 ml Apfelsaft

150 ml Brühe, doppelt konzentriert

3-4 Esslöffel brauner Zucker

4 Esslöffel Grill-Gewürzmischung

Ich habe 3 Esslöffel Block House Zaubergewürz und 1 Esslöffel Block House  Steakpeffer genommen.

6 Brötchen

nach Belieben Barbecuesauce, Gurkenscheiben aus dem Glas (Pickels), geschmorte Zwiebelringe,      Remoulade, Salat

Die Zubereitung ist denkbar einfach und startet am Tag vor der Fertigstellung.

Ihr mischt die Grillgewürzmischung mit 1 – 2 EL Zucker, es sollte schon süßlich schmecken.

Mit dieser Mischung reibt ihr dann den Braten gut ein. Wichtig, dort wo das Fleisch aufgrund der Maserung Dellen und Ritzen hat, das Gewürz gut einarbeiten, sodass der Braten richtig viel Geschmack bekommt. Dann gebt ihr ihn in einen Gefrierbeutel, drückt die ganze Luft raus und verschliesst den Beutel fest.

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Am Tag der Zubereitung den Ofen auf 110 – 130°C vorheizen.  Ich hatte Zeit und habe mit 110°C gebraten. Eine Stunde vor Beginn der Zubereitung das Fleisch aus der Kühlung nehmen, damit es Raumtemperatur erlangt.

Den Fruchtsaft, 1 – 2 EL Zucker und die wirklich konzentrierte Brühe (viel Brühpulver und wenig Wasser) mischen. Ihr nehmt nun den  Braten aus seiner Verpackung und gebt alle Reste aus dem Gefrierbeutel, in die Fruchtsaftmischung. Wenn man eine Spritze für den Braten hat, kann man etwas mehr zubereiten und den Braten damit „impfen“, das macht ihn viel würziger und saftiger.

Die Flüssigkeit in eine feuerfeste Schale füllen und in den Backofen stellen. Ich habe einen flachen Bräter genommen, das ging sehr gut. Nun den Braten auf den Grillrost legen und soweit unten, wie möglich in den Ofen über die Schale mit der Fruchrsaftmischung schieben. Ziemlich mittig in das Fleisch ein Bratenthermometer einstechen.

Ich besitze leider kein Bratenthermometer und so musste es ohne gehen.

Der Braten hat nun eine Garzeit von ungefähr 7 Stunden.

Ab und zu mal nachsehen, ob noch Flüssigkeit in der Schale ist, wenn nicht, einfach Wasser oder Saft oder Brühe, ganz mach Geschmack, nachgießen. Nach 3 – 4 Stunden, der Braten sollte schon eine Kerntemperatur von etwa 70°C haben, ist es lecker, wenn man ihn ab und zu mit der Flüssigkeit, die darunter steht, bepinselt oder begießt.

Nicht erschrecken, der Braten hat meist eine „Plateauphase“, d. h. die Kerntemperatur, die ansonsten stetig steigt, bleibt lange, bis zu einer Stunde, auf demselben Niveau, geht manchmal sogar etwas runter, das ist normal.     Aber bitte nicht die Temperatur des Ofens erhöhen, sondern Geduld haben.

Hat der Braten, nach ca. 6 – 7 Stunden eine Kerntemperatur von 90 – 95°C, nimmt man ihn raus, wickelt ihn erst gut in Alufolie und dann in Handtücher. Am besten steckt man ihn in eine Kühlbox oder ins Bett (das hält prima warm). Dort sollte er mindestens eine Stunde ruhen – mehr schadet überhaupt nichts, man kann ihn bis zu drei Stunden warmhalten.

In dieser Stunde kann man sich prima um Beilagen und Soße kümmern.

Die Bratenflüssigkeit schmeckt einfach himmlisch. Sie ist sehr konzentriert und ich habe sie mit etwas Wasser „verlängert“, mehr nicht.

Ich habe 4 Zwiebeln in Ringe geschnitten und sie mit etwas Margarine in der Pfanne leicht braun geschmort. Gewürzt habe ich sie mit einem Esslöffel der köstlichen Bratensauce.

Ich habe dann 6 Hot-Dog Brötchen im Backofen leicht aufgebacken, die untere Hälfte mit 1 Teelöffel Remoulade bestrichen und mit Salat belegt.

Nach der Ruhezeit habe ich den Braten aus der Verpackung genommen und die gesammelte Flüssigkeit zu der anderen Sauce gegeben. Diese noch mal erhitzt und bereitgestellt.

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Den Braten habe ich dann mit zwei Gabeln auseinandergepflückt, sodass ich das Fett wegnehmen konnte und zerfaserte Fleischstücke erhielt.

Nun habe ich eine angemessene Portion Fleisch auf den Salat gegeben, mit 2 Esslöffeln Sauce beträufelt, Gurken und Zwiebeln drauf, mit der andern Brötchenhälfte abgedeckt, fertig.

Dazu gab es einen Eisbergsalat mit süß-saurem Dressing.

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Ich sage euch, das Ewing Barbecue kann nicht besser sein. Das Sandwich war genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Yeehaw

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3 Kommentare

  1. […] die Tatsache, dass für Käse Sandwich und Pulled Pork Sandwich der gleiche Preis verlangt wird. Wie zeitlich aufwändig ein Pulled Pork ist, haben wir euch ja an anderer Stelle schon mal erzählt. Der Preis für das Pulled Pork ist also wirklich gerechtfertigt, aber an der Preisschraube könnte […]

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  2. […] gewiss schon bemerkt habt, sind hier auf dem Blog zwei äußerst USA affine Damen unterwegs. Die US-Amerikanische Küche hat es uns einfach […]

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  3. […] Ein Jahr ist Topfueber nun alt und wir blicken zurück auf ein spannendes Jahr, mit vielen Höhen und Tiefen. Es war ein gutes erstes Jahr, finde ich. Gerne denke ich zurück, an das erste veröffentlichte Rezept zum Thema „Summer in the City“. Irre, dass seitdem schon ein ganzes Jahr vergangen ist. Und dann folgten leckere Torten, Kekse, Eintöpfe und andere Schweinereien  […]

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