Tarte Tatin – ein köstlicher Unfall

Es gibt einen Punkt im Leben eines Hobbybäckers, der unheimlich schmerzt und einem manchmal die eigene Überheblichkeit vor Augen führt. So geschehen, als ich kürzlich eine Tarte Tatin zubereiten wollte und meinte, dass ich es einfach besser weiß, als viele Bäcker vor mir. Glücklicherweise war die Tarte zumindest Geschmacklich sehr gut, ließ sich aber überhaupt nicht aus der Form lösen und sorgte bei mir für sehr viel Stress und Tränen der Enttäuschung.

Hier aber nun die ganze Geschichte:

Eine Tarte Tatin ist eine Apfel-Tarte, welche kopfüber gebacken wird. Die Äpfel sind also auf dem Boden, der Teig wird darübergelegt und nach dem Backen wird alles gestürzt. So weit, so gut.

Ich guckte mir ein Rezept aus und passte es an. Zunächst war meine Backform etwas größer (ergo: mehr Teig) und ich war der Meinung, dass es schöner aussehen würde, wenn die Äpfel in Scheiben geschnitten und aufgefächert liegen würden. Im Ansatz war das auch bestimmt keine gänzlich schlechte Idee, ich habe auch schon einige Tartes gesehen, bei denen das so gemacht wurde, aber das funktionierte nun mal nicht mit diesem Rezept. Ich redete mir aber ein, dass es mit einer geringfügigen Anpassung der Garzeit schon klappen würde. Falsch Gedacht. Irgendwie ging alles… aber auch wirklich alles daneben. Die Apfelscheiben wurden im Handumdrehen labberig, das Karamell für meinen Geschmack zu dunkel. Der Teig war erst zu krümelig und dann zu feucht und wollte auch irgendwie keine Farbe annehmen.

DSC_0307

Nichtsdestotrotz zog ich die Sache durch und versuchte zu retten, was zu retten war. Ich war auch wieder guter Hoffnung, als ich die Tarte endlich aus dem Ofen befreite. Ich ließ sie etwas abkühlen und wollte sie dann lauwarm (denn diese Tarte soll lauwarm gegessen werden) stürzen. Und es passierte… nichts! Die Tarte blieb bombenfest in der Form.

Kurzfristig wollte ich alles aus dem Fenster werfen und war schon drauf und dran meine Ofenhandschuhe ein für allemal an den Nagel zu hängen, aber dann entschied ich mich dazu, einfach weiter positiv zu denken, schnitt die Tarte in der Form an und löste sie Stück für Stück aus der Form. Auch das lief nicht so gut, wie ich es mir gewünscht hätte, aber die Tarte war nur für mich und meinen Liebsten bestimmt und sollte glücklicherweise keinem Gast serviert werden. Insofern war die missglückte Optik kein Weltuntergang. Dennoch: Mein kleines perfektionistisches Bäckerlein-Herz hat geblutet.

DSC_0302

Auf den Fotos seht Ihr das einzige, nicht vollkommen verhunzte Stück Tarte, getoppt mit einem Esslöffel Creme Fraiche.

Geschmacklich war die Tarte wirklich lecker. Daher würde ich sie noch mal machen, allerdings dann streng nach Rezept. Daher werde ich hier auch dieses Mal nicht das von mir verwendete Rezept mit Euch teilen, sondern verweise Euch auf das Original.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Sweet & other Spices

Lifestyle. Food. Health.

Entmuttert

Verlassene Mütter- Sorge-Recht?-Entzug

Cooking is love

Kulinarischer Blog

Knusperstübchen

Foodblog – mit Liebe zum Genuss.

Emma's Lieblingsstücke

cake / food / DIY and more

Topfueber

Essen - Abnehmen - Mamasein - Leben

wattndas

leckeres, verrücktes, durcheinanderes, wildes, neuesundaltes, kreatives.

%d Bloggern gefällt das: