Herbstliche Apfelmuffins und Pumpkin Spice Latte

Wenn ich irgendwo das Wort „Geburtstag“  höre, werde ich gleich ganz kribbelig. Nein, nicht weil ich selber so gerne das Geburtstagskind bin (obwohl das auch toll ist), sondern weil ich so unheimlich gerne backe. Und wenn ich dann höre, dass jemand Geburtstag hat, biete ich mich gerne an und backe einen Geburtstagskuchen. Dazu gehört natürlich, dass sich das Geburtstagskind den Kuchen selber aussuchen kann, was die Sache nicht immer leicht macht. So kam ich in diesem Jahr auch schon zu dem Vergnügen mit Julias Hilfe eine „Kinder-Bueno-Torte“ herzustellen und das alles nur, weil ich vorher großspurig behauptet hatte, eigentlich jede Torte herstellen zu können.

Leider kann ich aus dem Kopf nicht mehr rekonstruieren, wie wir es letztendlich gemacht haben, aber es ist gelungen, hat geschmeckt und wurde in Folge einer richtiggehenden „Back-Eskalation“ auch noch von Bueno-Muffins und Schoko-Cakepops begleitet. Dazu muss ich allerdings sagen, dass es weniger eine Torte, als mehr ein gefüllter Kuchen geworden ist.

Letzte Woche hatte ein Arbeitskollege von meinem Freund Geburtstag und selbstverständlich passierte wieder, was passieren musste: Ich hörte von einem Geburtstag, machte mich kerzengerade wie ein Erdmännchen auf Futtersuche und schon platzte ein unkontrolliertes „Soll ich was backen?“ aus mir heraus. „Soll ich was backen“ bedeutet frei übersetzt übrigens „Ich will was backen und wehe jetzt sagt einer, dass ich das nicht darf!“ Das Geburtstagskind äußerte den Wunsch nach Apfelkuchen und nach meiner freien Interpretation des Themas entschied ich mich für Apfelmuffins, was auch meinem Freund entgegen kam, weil sich Muffins in einer Plastikdose einfach viel unkomplizierter transportieren lassen, als ein Kuchen.

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Und so macht ihr meine lecker-saftigen Apfelmuffins

400 Gramm Boskop Äpfel (oder andere säuerliche Äpfel)

1 El Zitronensaft

1 TL Zimt

150 Gramm Butter (weich)

100 Gramm Zucker (vorzugsweise braunen Zucker)

3 mittelgroße Eier

250 Gramm Mehl

1/2 Tütchen Backpulver

  1. 50 ML Milch

Backofen: 200°C

Backzeit: 20-25 Minuten

Schält zunächst die Äpfel und schneidet sie in kleine Würfel. Beträufelt sie dann mit dem Zitronensaft, mischt dann noch den Zimt drunter und stellt die Äpfel erst einmal zur Seite.

Nun die Butter mit dem Zucker cremig schlagen und anschließend die Eier unterrühren. Nun mischt Ihr das Mehl mit dem Backpulver und rührt diese Mischung nach und nach unter den Teig, zuletzt kommt dann die Milch dazu.

Mit einem Teigschaber oder einem großen Löffel hebt ihr anschließend noch die Äpfel unter den Teig und verteilt diesen dann auf Muffinförmchen. Der Teig reicht für ca. 15 klassische Silikon-Förmchen. Ich besitze nur 12 Förmchen, weshalb ich den restlichen Teig wieder in meine kleinen Gugl-Förmchen gefüllt habe. Das Ergebnis ließ allerdings sehr zu wünschen übrig, da die kleinen Gugl sehr instabil waren und sich nicht heil aus der Form lösen ließen.

Heraus kommt ein großartiger Apfelmuffin, der so wunderbar saftig ist, dass man gar nicht genug davon bekommen kann. Am nächsten Tag schmeckt der Muffin sogar noch eine Spur besser, sofern die Muffins bei Euch so lange überleben.

In meinem Fall waren die Muffins ja ein Geschenk, weshalb wir uns gerade noch beherrschen konnten und die Muffins nicht gleich alle sofort vertilgt haben. 2 Muffins habe ich aber behalten, denn ich musste sie ja schließlich noch für Euch noch fotografieren.

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Zwischen dem Backen und dem Fotografieren stolperte ich dann über dieses Pumpkin-Spice-Latte Rezept von den Kollegen von feed me up before yo go-go und befand dieses Getränk als den perfekten Begleiter meiner herbstlichen Muffins.

Ich bin dem Pumpkin-Spice-Latte schon mehrfach begegnet, aber – ich bin ehrlich – herangetraut habe ich mich noch nicht. Ich finde die Kaffee-Kreationen der meisten Coffee-Shop-Ketten meistens zu süß und dazu noch viel zu teuer. Letzteres war dann für mich auch der ausschlaggebende Grund, den PSL nicht auszuprobieren. Ich wollte einfach nicht viel Geld für einen Kaffee ausgeben, der mir am Ende vielleicht nicht schmeckt. Und wenn ich mich jetzt  mal outen dürfte: Ich finde (trotz aller Liebe zu Kaffee und Kürbis) die Vorstellung von Gemüse in meinem Kaffee eher etwas befremdlich als kulinarisch anturnend. Da kam mir das Rezept von Steffen und Sabrina gerade recht. Denn ich hatte alle Zutaten zu Hause, etwas Zeit und viel Mut etwas neues auszuprobieren. Darüber hinaus versprach das Rezept, dass es keine so süße Angelegenheit werden würde, wie ich es von Starbucks und Co. gewohnt bin. Also ran an den Herd. Nachdem der Pumpkin-Spice-Latte sich als Fotomodell neben meinen Apfelküchlein betätigt hatte, wurde er auch gleich verkostet.

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Anmerkung: der Aufmerksame Betrachter wird gesehen haben, dass ich – vom Originalrezept abweichend – Milchschaum anstatt einer Sahnehaube eingesetzt habe.

Erwartungsgemäß schmeckte es nach Kürbis, Kaffee und Gewürzen. Wobei ich mit dem Kürbispüree wohl etwas zu großzügig war. Aber ich habe ja auch, mangels Vergleichswert, keine Ahnung wie so etwas schmecken muss. Daher kann ich nur meine Erfahrungen als „Ersttäter“ mit Euch teilen und was das angeht muss ich leider sagen, dass ich mich mit dem Kürbis in meinem Kaffee nicht ganz anfreunden konnte. Ich mache also nur noch den Spice-Latte ohne Kürbis, denn die Gewürze sind so lecker und winterlich, dass sie noch öfter die Tasse mit einem Kaffee teilen werden.

Probiert es doch einfach selbst mal aus. Einen Versuch ist es allemal wert und vermutlich bin ich auch der einzige Mensch auf der Welt, der dem Pumpkin-Spice-Latte nicht die Liebe entgegenbringt, die er weltweit genießt. Ich habe nämlich von PSL-Liebhaber-Seite erfahren, dass das Rezept ganz grandios ist und „super lecker“!

Aber Vorsicht: Pumpkin-Spice-Latte ist  (meiner Meinung nach) kein Getränk sondern eine Mahlzeit. Ich war schon nach dem halben Glas ordentlich satt. Für mal eben schnell zwischendurch wäre es also nichts für mich. Aber wenn man nach einem langen Herbstspaziergang mit ordentlich Appetit nach Hause kommt, kann man sich bestimmt ganz toll an einen warmen Becher klammern und diesen Herbst-Star wegschlürfen.

 Liebste Herbstgrüße – Eure Kristina

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3 Kommentare

  1. […] zweijährigen Tochter. Für diese Art der Herausforderung bin ich gerne zu haben. Ich habe Euch ja schon mal davon Berichtet, wie gerne ich Geburtstagskuchen und –torten zubereite und darum plante ich auch bei diesem […]

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  2. […] zweijährigen Tochter. Für diese Art der Herausforderung bin ich gerne zu haben. Ich habe Euch ja schon mal davon Berichtet, wie gerne ich Geburtstagskuchen und –torten zubereite und darum plante ich auch bei diesem […]

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  3. […] und das muss gefeiert werden! Und da ich ja so gerne Selbstgebackenes verschenke (hatte ich das schon erwähnt???), habe ich auch dieses Mal den Ofen angeworfen. Eigentlich hatte irgendwer mal was von […]

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