Auf nach Schweden – Kanelbullar

Ja, ich weiß, es ist noch nicht Sonntag, aber ich schicke Euch heute schon mal auf kulinarische Reisen. Denn etwas Süßes zwischendurch schadet ja nie.

Es ist schon einige Jahre her, da saß ich an einem wunderbaren Tag mit ein paar wunderbaren Menschen bei meiner, ebenso wunderbaren, Freundin Anne und genoss ein leckeres Frühstück. Neben den üblichen Verdächtigen wie Butter, Brötchen und Aufschnitt, lachten mich einige Hefeteigschnecken an, an denen ich natürlich nicht vorbei kam. Ich bin ein erklärter Hefeteigfan, weshalb mir schon das Wasser im Mäulchen zusammenlief, als ich die Schneckchen nur aus der Ferne sah. Ich schaffte es kaum mich zusammenzureißen und es war ein wahres Wunder, dass ich mir nicht den ganzen Gebäck-Haufen geschnappt und alles alleine vertilgt habe. Wenn es um Gebäck geht, kenne ich keine Freunde.

Und als wäre saftiger Hefeteig nicht schon alleine eine reine Freude, wurde der Sache die Krone aufgesetzt, als ich nach dem ersten Bissen feststellte, dass mein Lieblingsgewürz auch gleich mit verarbeitet war: Zimt.

Es handelte sich nämlich um Kanelbullar oder wie der Deutsche ganz platt sagt: Zimtschnecken.

Nun, nach all den Jahren, hat Anne mir ganz freiwillig verraten, dass sie das Rezept bei Chefkoch gefunden hat, und war so lieb, mir einen Link zu schicken.

Ihr braucht:

100 Gramm Butter

500 ML Milch

50 Gramm frische Hefe1/2 TL Salz

120 Gramm Zucker

800 Gramm Mehl

Für die Füllung

100 Gramm zimmerwarme Butter

80 Gramm Zucker

2 EL Zimt

Zum Bestreichen

1 Ei

Die Butter im Topf schmelzen und die Milch hinzugeben. Das ganze auf ca. 37 °C erwärmen. Die Hefe in eine Rührschüssel krümeln und zum Auflösen etwas von der warmen Milch hinzugeben. Wenn die Hefe aufgelöst ist, die restliche Milch, den Zucker und ca. 2/3 des Mehls hinzugeben. Mit den Knethaken des Handrührgerätes vermengen. Nach und nach das restliche Mehl hinzufügen. Der Teig ist ideal, wenn er sich leicht vom Schüsselrand löst. Nun deckt Ihr die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch ab und lasst den Teig für eine halbe Stunde an einem warmen, ruhigen Ort gehen. Anschließend noch einmal ordentlich durchkneten und gegebenenfalls noch etwas Mehl hinzufügen, bis sich der Teig leicht von der Arbeitsfläche und den Händen lösen lässt.

Nun den Teig ausrollen und die zimmerwarme Butter vorsichtig darauf streichen. Anschließend Zimt und Zucker mischen und auf die Butter streuen. Nun den Teig längs zusammenrollen und in 1-2 cm. dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und die Schnecken dort nochmals 30 Minuten gehen lassen.

Derweil den Backofen auf 250°C vorheizen.

Bevor die Schnecken nun in den Ofen dürfen, werden sie mit dem Ei (verquirlt) bepinselt. Wer mag, kann sie dann noch mit Hagelzucker bestreuen.

Nach 5-10 Minuten auf mittlerer Schiene, sind die Prachtstücke fertig und dürfen dann unter einem Tuch auskühlen.

Tja, nun habe ich also das Rezept. Darüber könnte ich jetzt in Begeisterungsstürme ausbrechen.

Mache ich aber nicht.

Denn da bleibt ein riesengroßes Problem: Wenn es darum geht schöne, saubere Schnecken aus Teig zu formen, bin ich absolut aufgeschmissen. Ich kann es einfach nicht. Bei mir sind höchstens Zimt-Fladen zu erwarten. Es bleibt also dabei, dass ich, um in den Genuss dieser kleinen, leckeren, himmlischen und gut aussehenden Zimtschnecken zu kommen, die liebe Anne anbetteln muss, da ich sie niemals so schön hinbekommen werde wie sie. Darum kann ich euch auch verraten, dass das Foto nicht von mir, sondern von der Zimtschneckenprinzessin höchstpersönlich stammt.

Seid ihr talentierter beim Schneckenrollen als ich? Dann beweist es der Welt und backt diese großartigen Kanelbullar! Ich freue mich auf Eure Bilder (oder Kostproben).

Eure Kristina

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2 Kommentare

  1. […] Satz äußerte meine Freundin Anne – Ihr kennt Sie von dem wunderbaren Rezept für Zimtschnecken – über den außergewöhnlichen Tortenwunsch ihrer damals zweijährigen Tochter. Für diese Art […]

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  2. […] treffen wollten und der Kuchen ein Dessert sein sollte, musste es was anderes sein. Und außerdem hatte ich ja schon mal fallen lassen, dass ich etwas ungeschickt mit jeglicher Art von Gebäckschnecken bin und mir dafür externe Hilfe […]

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