Eggs-Benedict

Eier Benedict

Um die Entstehung des Ei-Benedict ranken sich einige Gerüchte und keiner kann mit Gewissheit sagen, wer dieses Frühstücks-Gericht nun tatsächlich erfunden hat. Aber historische Ungewissheit hindert mich natürlich nicht daran, ein so köstlich klingendes Gericht auszuprobieren.Schnell fand ich heraus, was ein echtes Ei-Benedict braucht. Ein halbes helles Brötchen, ein Toastie oder eine Scheibe getoastetes Toastbrot als Unterlage, darauf gebratenen Schinken, 2 pochierte Eier und oben drauf ein großzügiger Klecks Sauce Hollandaise. Das klingt in jeden Fall schon einmal vielversprechend.

Wir haben dieses Gericht übrigens als Hauptmahlzeit des Tages gegessen, weshalb es größer als eine klassische Frühstücksportion ausgefallen ist.

Für eine großzügige Portion braucht Ihr also:

2 Scheiben Toast

2 Scheiben Kochschinken

4 Eier (zum Frühstück reichen sicher 2 Eier)

4-5 EL Essig für die pochierten Eier

Etwas Fett zum anbraten des Schinkens

2-3 EL Sauce Hollandaise

Die erste Hürde stellte das pochierte Ei dar. Ich bin nämlich in meinem Leben noch nie in die Verlegenheit gekommen, Eier zu pochieren und hatte, unter uns gesagt, doch ziemlich Respekt davor. Ich hatte Visionen in meinem Kopf, von zerplatzen Eigelben und Eiermatsch in kochendem Wasser. Aber Google und Youtube sind ja meine Freunde und darum habe ich mir ruckzuck ein paar Videos und Anleitungen angeschaut um festzustellen, dass es anscheinend gar nicht so schwer ist, wie ich zunächst dachte. Eier pochieren ist tatsächlich ganz einfach, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.

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Zuerst gebt Ihr Wasser in einen kleinen Topf, eben so viel, als wolltet Ihr darin Eier kochen. Nun kommt ein guter Schluck Essig hinzu. Ich habe 4-5 EL auf 1,5 Liter Wasser genommen. Bringt das Wasser zum Kochen und regelt dann die Herdtemperatur runter, sodass das Wasser leicht köchelt.

Nun gibt es zwei Varianten, das Ei in das Wasser zu bringen.

So machte es der Youtube-Koch: Schlagt ein Ei auf und gebt es in eine Tasse, dabei darf das Eigelb nicht kaputt gehen. Nun nehmt Ihr einen Esslöffel und haltet ihn ganz knapp über die Wasseroberfläche. Lasst nun das Ei langsam über den Löffel in das heiße Wasser laufen. Anschließend könnt Ihr den Löffel zur Hilfe nehmen und das Ei im Wasser in Form bringen.

Vorteil: Keine Ahnung, es wird schon einen Grund geben, warum gestandene Köche das so machen.

Nachteil: Also bei mir bewahrheiteten sich die Visionen von Eiermatsch im Wasser.

So machte ich es: Schlagt ein Ei auf und gebt es in eine Suppenkelle. Natürlich darf auch bei dieser Variante das Eigelb nicht kaputt gehen. Versenkt nun die Suppenkelle langsam in dem heißen Wasser, bis das Ei komplett mit Wasser bedeckt ist und lasst das Ei dann langsam aus der Kelle gleiten.

Vorteil: Idiotensichere Methode

Nachteil: die Kelle wird so heiß, dass beim nächsten Ei, das Eiweiß sofort anfängt zu stocken, was es etwas schwieriger macht, das Ei in das Wasser gleiten zu lassen. Dem könnte man aber abhelfen, indem man die Kelle zwischendurch in kaltes Wasser taucht. Muss aber nicht sein, es geht auch so.

Das Ei bleibt nun für 3-4 Minuten im heißen Wasser und wird dann mit einer Schaumkelle herausgeholt. Fertig.

Während man auf die Eier wartet, kann man schnell den Schinken anbraten und das Brot in den Toaster werfen.

Wenn alle Komponenten zubereitet sind, wird gestapelt, wie oben beschrieben. Bei uns gab es als Beilage noch etwas Spargel (aus dem Glas, denn wie Merle und Benny schon feststellten: Spargel ist im Moment frisch nicht zu bekommen). Alles mit ein wenig Salz und Pfeffer bestreuen und dann genießen.

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Und nun kommen wir zu meinem Geheimnis, das wohl schon jeder erraten hat: Ich habe die Sauce Hollandaise nicht selber gemacht. Und das ist mir nicht mal peinlich. Es gibt viele Dinge, die andere Leute kaufen, die ich durchaus auch mal selber mache. Dazu gehören handgerührte Mayonnaise und im Ofen gebackenes Knuspermüsli. Und dann sind da diese Dinge, die ich immer fertig kaufe, weil ich schlichtweg keinen Bock habe, sie selber zu machen und dazu gehört neben Blätterteig eben auch Sauce Hollandaise.

So, genug von der Tetra-Pack Sauce und zurück zu den Eiern nach dem guten Benedict. Ich kann nur sagen: „Lecker!“

Meiner bescheidenen Meinung nach, ist es kein Frühstück. Ich bin ja für viele Schandtaten zu haben, aber dieses Gericht zum Frühstück, kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe aber gelesen, dass eine der urbanen Mythen über die Entstehung dieses Gerichts besagt, dass es mal von einem Gast  namens Lemuel Benedict im New Yorker Waldorf-Astoria als Katerfrühstück  verlangt und danach nach ihm benannt wurde. Und als Katerfrühstück kann ich es mir dann doch wieder vorstellen.

Probiert es doch einfach mal aus, es lohnt sich. Wer es etwas luxuriöser mag, ersetzt den Schinken einfach durch Räucherlachs und für Vegetarier empfiehlt es sich, den Schinken durch Spargel oder Avocado zu ersetzen.

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