Nussbraten mit Tomaten [vegetarisch]

Nun geht die Zeit der Sonntagsbraten wieder los, man deckt den Tisch mit einer weißen Tischdecke, dem Silberbesteck und den guten Gläsern, so wie früher. Wenn es dann in der Wohnung köstlich duftet, die Familie am Tisch sitzt, die Teller klappern und alle sich unterhalten, dann gibt mir das ein Gefühl von Zufriedenheit und Geborgenheit und ich freue mich, dass alle meine Lieben um mich herum sind.

Diese Sonntage sind rar geworden und das ist verständlich, umso mehr hoffe ich, dass alle sie genau so genießen, wie ich.

Letzten Sonntag war es soweit und ich brutzelte einen Rinderschmorbraten mit allem drum und dran.

Wie schon mal erwähnt, haben wir eine Vegetarierin in der Familie und ich möchte ihr auch immer gerne etwas Besonderes zubereiten und sie nicht nur mit Gemüse, Kartoffeln oder Tofu abspeisen. Ich durchsuchte das Internet nach einer Alternative und wurde, wie so oft, auf Chefkoch fündig.

Ein Nussbraten erweckte meine Neugier, und so wird er zubereitet:

300 Gramm gemischte Nüsse,

gibt es in 200 Gramm Tüten bei Lidl, ich habe dann noch 100

Gramm gemahlene Mandeln hinzugefügt

100 Gramm Kerne/Saaten

gibt es bei Lidl und heißt Salat Mix

650 Gramm Tomate

1 große Zwiebel

3 Eier

1 Esslöffel gemischte, gehackte Kräuter, wie Thymian, Oregano, Petersilie

250 Gramm geriebener Käse

Salz, Pfeffer, eventuell Chili

Olivenöl

Die Nüsse fein hacken oder mahlen, ich habe die Nüsse in einen Gefrierbeutel gefüllt und sie mit dem Nudelholz bearbeitet. Die gehackten mit den gemahlenen Nüssen und den Körnern vermengen und in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Die Zwiebel hacken und in einer Pfanne mit Öl dünsten. Die Tomaten würfeln, wer möchte, kann sie vorher noch häuten.

Alles in eine Schüssel geben, Eier, Kräuter und Käse hinzugeben, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und alles gut vermengen.

Die Masse in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und im vorgeheizten Backofen bei 180°C Ober/Unterhitze 60 Minuten backen.

Den fertigen Braten auf eine Platte stürzen und vor den Anschneiden etwas abkühlen lassen.

Nussbraten1

Dazu machte ich eine vegetarische dunkle Soße und zwar so:

200 Gramm Champignons

1/2 Sellerieknolle

1 Stange Porree

3 Möhren

3 Zwiebeln

1 Esslöffel Tomatenmark

1 Esslöffel Senf

2 – 3 Esslöffel dunklen Balsamico

125 ml Rotwein

Wasser und eventuell ein Töpfchen Bouillon Pur Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt, Rosmarinzweig

Öl

Sellerie, Champignons und Möhren fein würfeln, Porree in feine Ringe schneiden, Zwiebeln vierteln und in feine Scheiben schneiden. Alles in einer Pfanne oder Topf, am besten unbeschichtet, anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Man muss Geduld haben, denn das Gemüse sollte richtig dunkel werden und am Topfboden sollte sich ein dunkler Belag bilden. Wenn man meint: “So, jetzt brennt es gleich an,“  Tomatenmark hinzu geben und kurz mitrösten, den Senf unterrühren und alles mit Balsamico und Rotwein ablöschen. Auf jeden Fall eine Kanne mit Wasser bereithalten, man muss eventuell etwas Flüssigkeit nachgießen. Lorbeerblatt und Rosmarinzweig hinein und alles mindestens eine Stunde köcheln lassen. Immer wieder etwas Flüssigkeit nachgießen.

Die Soße abschmecken, wem sie nicht würzig genug ist, der kann noch oben erwähnte Brühe hinzugeben. Wem sie durch den Wein und Balsamico zu säuerlich ist, der kann mit etwas braunem Zucker nachhelfen. Man kann die Soße mit Sahne oder Creme Fraiche verfeinern.

Leider habe ich kein Bild gemacht, aber die Soße war kräftig und dunkel und sehr lecker.

Fazit: Der Nussbraten schmeckte gut, ich habe mich genau an das Rezept gehalten und war wohl ein wenig zu zaghaft mit dem Würzen. Beim nächsten Mal werde ich den Braten etwas abwandeln, ich werde Mais und Lauchzwiebeln statt Tomaten nehmen, auf jeden Fall mehr Kräuter verwenden und etwas Paniermehl untermischen.

Ich war ein wenig stolz auf mein Werk und fand es auch gelungen.

                                                                                                                    Eure Bettina

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