Zwetschenstreuselkuchen

Zwetschgenkuchen mit Streuseln vom Blech

Die Zwetschge gehört zum Herbst, wie die goldgelben Blätter und die Septemberfäden. Wenn bei mir die Lust auf Waldspaziergänge und Kakao steigt, der Kerzenvorrat aufgestockt wird, dann ist es auch Zeit für einen süßen, saftigen Zwetschgenkuchen. Ich backe nicht so viel, aber es gibt 4-5 Kuchen, die müssen einmal im Jahr sein und an erster Stelle steht eben dieser Zwetschgenkuchen. Meine Großmutter nahm zum Backen immer die “gute Butter“ und so halte ich es auch. Außerdem bilde ich mir ein, dass man es schmeckt, wenn der Teig im Schweiße des Angesichts von Hand geknetet oder mit dem Holzlöffel gerührt wurde, oder ob er ohne Beachtung in der Küchenmaschine vor sich hin rührte. Die Brötchen von Bäckerhand geknetet schmecken ja auch besser, als die maschinell hergestellten. Da wirft sich mir eine Frage auf: Kennt jemand einen Bäcker in Hamburg, der seine Brötchen morgens um 3 noch selber knetet? Wo man morgens um 5 durch die Hintertür in die Backstube kommen kann um die ersten Brötchen des Tages zu kaufen? Ich werde sentimental und schweife ab. Kommen wir zurück zum viel geliebten Pflaumen – oder Zwetschgenkuchen. Ich mache ihn am liebsten mit Mürbeteig. Nicht, weil ich mit Hefe nicht umgehen kann, sondern weil es mir einfach besser schmeckt. Da hat wohl jeder seine eigenen Vorlieben und Rezepte. Hier nun meine Variante:

500 Gramm Weizenmehl

200 Gramm kalte Butter

200 Gramm Zucker

2     Eier

1     Päckchen Vanillezucker

1/2  Päckchen Backpulver

Etwas Zucker und Zimt

Mehl und Backpulver in eine Schüssel geben und mischen, den Zucker und Vanillezucker untermischen. In die Mitte eine Vertiefung drücken und die Eier hinein geben, die kalte Butter in Stückchen darüber verteilen und alles schnell zu einem Mürbeteig verkneten.

Diesen 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Pflaumen waschen, entkernen und zurechtschneiden. Ich mache es immer so, dass ich die Hälften nicht ganz trenne und jede Hälfte dann noch mal von oben nach unten bis zur Mitte einschneide, so dass im Prinzip 4 Spitzen entstehen. Ich hoffe, es ist verständlich erklärt.

Den Teig ausrollen, ich mache es immer zwischen zwei Lagen Backpapier, dann hat man schon mal die richtige Größe und kann den Teig mit den Papier gleich auf das Backblech befördern.

Die Zwetschgen nun dicht an dicht auf den Teig stellen und dabei etwas andrücken.

Mit Zucker ( ca. 4 Esslöffel ) und wer mag, mit Zimt bestreuen.

Nun kommt das Leckerste:

Streusel

300 Gramm Weizenmehl

150 Gramm Zucker

001 Päckchen Vanillezucker

150-200 Gramm Butter

Mehl, Zucker, Vanillezucker mischen, die Butter in Flöckchen darüber verteilen und schnell mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. Diese dann auf den Zwetschgen verteilen

Den Kuchen bei 175°C  Ober / Unterhitze, 45 – 60 Minuten backen. Die Zeit kann von Ofen zu Ofen variieren, jedoch sollte man eine Backzeit von 45 Minuten nicht unterschreiten und sich danach an den Bräunungsgrad der Streusel halten. Dazu gehört auf jeden Fall frische geschlagene Sahne! Sprühsahne wäre der absolute Frevel! Wie man den Kuchen dann genießt sei jedem selbst überlassen, ob lauwarm oder nicht, schön durchgezogen am nächsten Tag oder frisch, alles geht.

Zwetschgenkuchen2 (2)

Fazit: Dieser Zwetschgenkuchen ist schnell zuzubereiten und gelingt immer. Der Vorteil zur Hefe: Er bleibt länger frisch und schmeckt auch nach zwei Tagen noch super, während ein Hefeteig sehr schnell zäh wird.

P.S.: Man kann die Zwetschgen natürlich auch durch Äpfel, Aprikosen oder Kirschen ersetzen. Ebenso kann man statt der Streusel einen Pudding – Quarkguss darüber gießen.

Seid kreativ und probiert euch aus, viel Spaß dabei.

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