Kristina – Erstes Date

Ein allererstes Date ist immer unglaublich aufregend. Die Schmetterlinge schlagen Purzelbäume im Bauch, man kann sich kaum konzentrieren und dennoch fallen einem plötzlich eine Milliarde Dinge ein, die einem unendlich wichtig erscheinen.

Zugegeben, als ich mein letztes erstes Date hatte, habe ich erst einmal sehr lange darüber nach-gedacht, ob ich überhaupt etwas kochen soll. Wir  waren nämlich nicht zum Essen verabredet, aber ich wusste, dass mein „Date“ direkt aus der Uni kommen wollte und bestimmt vorher keine Zeit zum Essen hatte. Also bereitete ich einen Topf Nudeln mit Pesto vor und tat einfach so, als wäre ganz zufällig noch etwas übrig, damit er nicht dahinter kommt, dass ich extra für ihn gekocht hatte. Rückwirkend betrachtet verstehe ich das Problem selber auch nicht mehr.

Heute würde ich wohl vorher klären, ob wir gemeinsam essen oder nicht und im Fall der Fälle folgendes vorbereiten:

Pita

Hummus  (Kichererbsenpüree)

Fatayer bidjibben wa Habbac (Hefeschiffchen mit Käse und Basilikum)

Baba Ghannouj (Auberginenpüree)

Burghul bil Banadora (Burghul mit Tomaten)

Auberginenscheiben mit Schafskäse

Datteln mit Speck

Ihr seht hier also viele verschiedene Kleinigkeiten, die zumeist der arabischen Küche entspringen. Ich habe mich für diese Gerichte entschieden, da ich es sehr kommunikativ und schön finde, wenn viele verschiedene Dinge auf dem Tisch stehen, an denen man sich bedienen kann. Außerdem kann der Angebetete so selber entscheiden, was er essen möchte, falls er das eine oder andere nicht mögen sollte. Ein großer Vorteil ist, dass man die Sachen sehr gut vorbereiten kann. Das ist toll, weil man auf diese Art sehr gut beschäftigen kann und trotzdem alles so weit im Voraus fertig haben kann, dass man nicht mehr gestresst in der Küche steht, wenn der Angebetete an der Tür klingelt.

Hier die Rezepte:

Pita

500 Gramm Mehl

1 Pck. Trockenhefe

Je einen Teelöffel Salz und Zucker

350 Ml. lauwarmes Wasser

3 EL Öl

1 Ei

Mischt Mehl, Zucker, Salz und Hefe, gebt dann das Wasser und 2 EL Öl dazu und knetet daraus mit Hilfe der Knethaken einen glatten Teig. Diesen lasst Ihr für mindestens 2 Stunden an einem Warmen Ort gehen. Dann gebt ihr den Teig auf eine bemehlte Arbeitsplatte und knetet ihn nochmal ordentlich durch. Nun teilt Ihr den Teig in zwei Hälften und formt daraus je einen großen Fladen.

Nun mischt Ihr noch das Ei mit dem übrigen Öl und einer Prise Salz und bepinselt damit die Fladen, bevor Ihr sie nacheinander bei 250°C für 12-15 Minuten goldbraun.  Wer mag, kann das Brot vor dem Backen noch mit Sesam bestreuen.

Ich sage euch, wenn Ihr das erste Mal ein selbstgebackenes, ofenfrisches Pita probiert habt, wollt ihr nie wieder ein gekauftes essen.

Fatayer bidjibben wa Habbac (Hefeschiffchen mit Käse und Basilikum)

Hefeteig aus 500 Gramm Mehl (siehe Pita Rezept)

12 Blatt Basilikum

300 Gramm Schafskäse

1 Kleines Ei

1 Kapsel Safran

Den Hefeteig wie oben vorbereiten und gehen lassen.  Den Backofen auf 200°C vorheizen. Schafskäse, Basilikum, Ei und Safran verkneten.

Nun den Teig ausrollen und 20 Kreise ausstechen. Diese dann zu Ovalen auseinanderziehen und mit der Schafskäsemischung belegen. Nun den Teig an den Längsseiten um die Füllung ziehen und dann an den Spitzen zusammendrücken, sodass die Form eines Schiffchens entsteht. Im Ofen ca. 12 Minuten backen.

Hummus  (Kichererbsenpüree) (3-4 Portionen)

200 Gramm Kichererbsen (getrocknet)

1-2 Knoblauchzehen

100 Gramm Tahina (Sesampaste)

Saft von 1,5 Zitronen

1 TL Salz

125 Ml. Wasser

Die Kichererbsen mit reichlich Wasser bedeckt 12 Stunden einweichen und danach bedeckt kochen, bis sie weich sind. Wer zu spät anfängt, kann auch 2 Dosen Kichererbsen kaufen, die nicht mehr gekocht werden müssen. Die gekochten Erbsen dann mit Knoblauch, Tahina, Zitronensaft und Salz fein pürieren und dabei nach und nach das Wasser dazugeben. Fertig!

Baba Ghannouj (Auberginenpüree) (3-4 Portionen)

2 Auberginen (eher klein)

1 Knoblauchzehe

Saft einer halben Zitrone

4 Blätter Basilikum

1-2 EL Granatapfelkerne

Den Backofen auf 250°C vorheizen. Auberginen mit einer Gabel rundherum einstechen und dann backen, bis sie weich sind und anschließend abkühlen lassen. Dann das Fruchtfleisch auslösen und dieses mit dem Knoblauch und dem Zitronensaft nicht zu fein pürieren. Mit Salz abschmecken. Anschließend die Granatapfelkerne und die Basilikumblätter (gehackt) untermischen. Wer mag, kann noch etwas Tahina hinzufügen. Das habe ich gemacht, weil vom Humus noch etwas Tahina übrig war.

 

Burghul bil Banadora (Burghul mit Tomaten) (3-4 Portionen)

Eine kleine Zwiebel

1 EL Olivenöl

100 Gramm Burghul

125 Gramm geschälte Tomaten

75 ml. Gemüsebrühe

30 Gramm Kichererbsen (gekocht oder aus der Dose)

0,5 TL Cumin/Kreuzkümmel

Salz

Die Zwiebel in grobe Würfe schneiden und in dem Öl andünsten. Anschließend alle anderen Zutaten dazu, bei hoher Hitze zugedeckt aufkochen lassen und dann 20 Minuten lang bei niedriger Hitze für 20 Minuten köcheln lassen. Zwischendurch immer mal wieder umrühren.

Wer mag, kann dazu noch Joghurt reichen (ich empfehle griechischen Joghurt).

Auberginenscheiben mit Schafskäse

1 Aubergine

100 Gramm Schafskäse

Salz

Öl

 

Die Aubergine in 1 cm. dicke scheiben schneiden und für ca. 30 Minuten in Salzwasser einlegen.

Wasser abgießen und dann die Scheiben in Öl goldbraun braten. Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen, anschließend auf ein Backblech geben, mit Schafskäse bestreuen und dann bei 200 Grad etwa 8-10 Minuten überbacken.

Datteln mit Speck

20 Datteln (getrocknet)

10 Scheiben Bacon

Jeweils eine Dattel mit einer halben Scheibe Bacon ummanteln und dann bei 200°C im Ofen ca. 10-12 Minuten backen, bis der Speck schön kross ist. Anschließend auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Fazit:

Ja, dieses Dinner zum ersten Date macht eine Menge Arbeit, aber die einzelnen Gerichte sind simpel in der Zubereitung. Und das finde ich zu diesem Anlass auch wichtig, weil man wegen des anstehenden Dates schon gestresst ist und da kann man extra Küchenstress nicht auch noch gebrauchen.

Die Rezepte und Ideen stammen größtenteils  übrigens aus dem Buch: Saliba – Mazza aus der feinen Küche Syriens, welches Ihr hier kaufen könnt.

Unterm Strich ist das Essen sehr gut angekommen. Ich konnte damit gleich zwei Männer überzeugen, die für mich Testesser gespielt haben. Wir fanden nur alle, dass man auf den Safran bei den Hefeteigschiffchen geschmacklich auch hätte verzichten können. Einzig die Tatsache, dass die Füllung so wunderschön gelb war, spricht für die Verwendung dieses wirklich kostspieligen Gewürzes.

Alles in allem: Simpel aber eindrucksvoll… so soll ein erstes Date sein!

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3 Kommentare

  1. Bettina · · Antwort

    Das sieht köstlich aus !

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  2. […] viel Ruhe selber zu kneten und dann mit Liebe und Hingabe unter ständiger Beobachtung zu backen. Mit Fladenbrot hatte ich ja bereits meine Erfahrungen gemacht, aber Sauerteigbrot war auch für mich eine neue […]

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  3. […] Bulgur-Fan und so lernte dann auch dieses Weizenprodukt kennen. Ich habe ja mittlerweile schon öfter mal mit Bulgur gekocht, nun kam aber ein erneuter Versuch […]

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