Apfelkuchen – frei nach Schnauze

Ich habe ein Problem. Ernsthaft! Ich liebe es zu Backen, aber ich kann mich nur sehr, sehr schwer an Rezepte halten. Viele Leute schütteln darüber den Kopf, da sie finden, dass das Backen eine Wissenschaft ist, die nur bei strengster Einhaltung vorgeschriebener Rezepten funktioniert.
Das sehe ich ein wenig anders. Das soll nicht heißen, dass ich beim Backen niemals Rezepte benutze. Ich ändere sie nur hier und da etwas ab. Aber bei dem heute vorgestellten Apfelkuchen, habe ich das Rezept eher aus dem Ärmel geschüttelt und das ging so:

Für den Teig:
400 Gramm Mehl
1 gestr. TL. Backpulver
100 Gramm Zucker
250 Gramm Butter (zimmerwarm)
etwa 50 ML. Wasser oder Milch
1 TL Zimt
1 Prise Muskat

Für die Füllung:
50 Gramm Butter
200 Gramm Zucker
1,5 Kilo Äpfel
Zimt nach Geschmack
2 EL Mehl

Zunächst habe ich die Äpfel geschält und klein geschnitten. Anschließend habe ich die Äpfel mit ein wenig Zucker (Ca. 2 EL) bestreut und weggestellt.

Dann habe ich den Teig vorbereitet:
Mehl, Zucker, Backpulver, Zimt und Muskat in eine Schüssel geben und mischen. Dann Butter in kleine Würfel schneiden und mit dem Wasser dazu geben. Alles mit einem Knethaken vermengen. Der Teig sollte dann noch mal mit den Händen ordentlich durchgeknetet werden. Wer gerne backt stellt an dieser Stelle fest, dass der Teig einem Mürbeteig sehr ähnelt. Viele machen kein Backpulver in einen „Applepie“, von dem ich mich habe inspirieren lassen, aber ich hab da meinen eigenen Kopf mal wieder durchgesetzt und Backpulver verwendet.

Danach kommt der Teig kurz ins Eisfach, damit er etwas fester wird. In der Zwischenzeit habe ich an der Füllung weiter gearbeitet. Dazu habe ich Butter und Zucker in einer Pfanne Schmelzen lassen und dann die Apfelstücke hinzugefügt. Die Apfelmasse habe ich dann ca. 3 Minuten lang unter Rühren auf dem Herd gelassen und dann die Pfanne von der Kochplatte gezogen und die Äpfel noch ein wenig ziehen lassen. Ich habe noch ein kleines Bisschen Mehl dazu gegeben, weil sehr viel Saft ausgetreten ist. Außerdem habe ich dann noch einen Teelöffel Zimt zu den Äpfeln gegeben, will ich finde, dass Äpfel und Zimt einfach zusammen gehören.

Nun den Teig wieder aus dem Eisfach holen und halbieren. Die erste Hälfte wird ausgerollt und eine Form geben. Ich habe dafür eine Tortenbodenform genommen. Nun kommt die heiße Apfelmasse in die Form. Dann die Zweite Hälfte des Teiges ausrollen und auf die Apfelmasse legen.
Der Kuchen kommt dann für etwa eine Stunde in den Ofen (Ober-/Unterhitze ca. 185 °C)

Ihr findet vielleicht, dass etwas wenig Zucker im Teig ist, aber das war Absicht. Denn die Apfelmasse wird ja sehr süß und der Kuchen soll insgesamt nicht zu süß sein.
Ich habe während der letzten 20 Backminuten den Kuchen mit Alufolie abgedeckt, da er mir schon dunkel genug war und weil ich vermeiden wollte, dass er trocken wird.
Und nicht durchdrehen, wenn ein wenig Saft an der Seite herausläuft, das war bei mir auch so. das sollte allerdings nicht passieren, wenn Ihr eine Springform benutzt, denn die ist ja höher.
Der Kuchen verlangt übrigens ein wenig Geduld. Ihr müsst ihn gut abkühlen lassen, da ansonsten die Apfelfüllung herauslaufen könnte. Bei mir war er nur noch ganz leicht warm, als ich ihn aufgeschnitten habe.
Fazit: Mir hat der Kuchen ganz vorzüglich geschmeckt. Ich hatte etwas Bedenken, dass die Apfelfüllung eventuell zu süß werden könnte, aber ich war sehr zufrieden.
Zu dem Kuchen passt bestimmt eine Kugel Vanilleeis sehr gut oder auch ein Klecks Zimtsahne.

Was mir sehr gut gefällt ist die Tatsache, dass man das Rezept auch sehr gut vegan und somit auch Laktose frei zubereiten könnte. Ich hatte nur Butter im Haus, aber die könnte man durch Margarine ersetzen und Ei ist ja ohnehin nicht im Teig.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Sweet & other Spices

Lifestyle. Food. Health.

Entmuttert

Verlassene Mütter- Sorge-Recht?-Entzug

Cooking is love

Kulinarischer Blog

Knusperstübchen

Foodblog – mit Liebe zum Genuss.

Emma's Lieblingsstücke

cake / food / DIY and more

Topfueber

Essen - Abnehmen - Mamasein - Leben

wattndas

leckeres, verrücktes, durcheinanderes, wildes, neuesundaltes, kreatives.

%d Bloggern gefällt das: